...auf den Hund gekommen
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Manchmal kann ich mich selbst nicht mehr hören...

14.01.2009 von Anne-Kathrin Merz (6 Kommentare)

Heute bin ich mal wieder unterwegs gewesen mit dem großen Erziehungsvorsatz. Ich glaube, gerade in solchen Momenten mutieren wir leicht zur Lachnummer des ganzen Dorfs. Und ich kann mich nicht mehr hören...

Das eine war mal wieder Leinengehen. Ich habe nämlich ein neues Buch und da heißt es, man müsse die Leine auch als Kommunikationsmittel verstehen etc. und so weiter. Also dann los, kommunizieren wir über die Leine.
Das heißt de facto jedoch drei Schritte vor, vier zurück.

Das andere war das Herkommen trotz anderem Hund. Es ist übrigens gut zu sehen, dass andere da auf kämpfen und vielleicht sollte ich das einfach relaxed sehen, aber wir wissen ja, es gibt diese kleinen Hunde, die dann sofort auf dem Arm landen, versteh ich ja auch alles, nur verstehen die mich leider nicht. Da sind wir dann wahrscheinlich keine Lachnummer mehr sondern eher ein Chaostrupp.

Klar, immer loben heißt die Devise: nur meine "zuckersüße Nelestimme" - ätz. Ich möchte mich am liebsten vor mir selbst verstecken, ich komme mir vor wie der größte Schauspieler aller Zeiten und denke mir, ich könne damit besser im Zirkus auftreten: "Ja, Neli, super, feeeiiiin!", "Neli, schau, schau doch mal Neeeliiii" - während ich innerlich koche. Irgendwie bin das nicht ich. Die Nummer mit Zuckerbrot und Peitsche, meine Stimmlage, die so völlig übertrieben rüberkommt, während ich in der nächsten Sekunde energisch den überall propagierten Richtungswechsel mache. Obwohl ich mir in dem Moment schon wieder denke, egal, im Moment passt es, lauf einfach weiter...

Dass das der Hund nicht merkt? Wollen wir uns wirklich gegenseitig auf die Palme bringen? Kümmert es uns eigentlich, was andere Leute denken? ist es nicht wirklich nur wichtig, dass es im Härtefall funktioniert?

Nein, im Moment bin ich ehrgeizig, ich bleibe konsequent.. ich seh uns in Gedanken relaxed mit Leine nebeneinander her trappen, in einem Cafe sitzen und was auch immer. Irgendwie muss mehr Gesellschaftsfähigkeit her. Das ist das Ziel.
Dass ich mich dazu manchmal so verstellen muss, ist wohl ein Nebeneffekt, der sich nicht wird vermeiden lassen.
Auch das bekommen wir noch in den Griff, denn ich möchte gerne ich selbst sein, auch mit Hund.
Und lieber mit meinem Alt als in Form eines Koloratursoprans.

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Kommentar von Paris und Bel Ami | 14.01.2009
Hallo,
unsere Ausdrucksformen basieren halt nunmal auf dem Binärprinzip und so wie wir eine deutliche Sprache "sprechen", müssen das auch die Menschen machen, damit wir sie richtig verstehen können ...
Dein "Alt" allein wird, fürchten wir, vielleicht nicht reichen, beim Sopran könntest zumindest variieren zwischen lyrischem, dramatischen und Mezzo, um uns das Verständnis ein wenig zu erleichtern ;-)
herzlichst Paris und Bel Ami
PS: Herrchen versteht dich natürlich ;-)
Kommentar von Sally | 14.01.2009
Bei uns ist das ähnlich, aber mit dem Cafe trinken gehen, funktioniert das schon wunderbar, Sally liegt dann ganz brav unter dem Tisch, macht keinen Mucks und schaut sich die anderen ganz gemütlich an. Aber mit Leine nur so rumgehen, funktioniert nur sehr mühsam, Sally zieht dann immer wie eine Furie, will immer zu denn anderen hin, um sie zu begrüßen, und ich habe dann immer meine liebe Mühe mit mir. Sieht sicherlich nicht sehr elegant aus, und die anderen meinen dann immer, och wie süß das ist ja noch ein sehr junger Hund. Aber wenn sie es jetzt nicht lernen, wann dann.
LG Marlis
Kommentar von Emil | 15.01.2009
Mein Frauchen hat es schon lange aufgegeben, ihren Briards das an der Leine ziehen abzugewöhnen. Sie hat wirklich JEDE Methode bei allen ihren Briards durch, auch die mit dem Richtungswechsel. Nun trägt sie es mit Fassung und ganz so schlimm ist es auch nicht immer. Nur wenn ich eine Spur in der Nase habe, die extrem gut riecht, dann kann ein Gassigang mit mir ziemlich anstrengend sein.
Wird es zu schlimm, packt sie mein Spieli aus und lenkt mich ab, das hilft dann immer.
Wuff
Emil
Kommentar von Noelle | 15.01.2009
Bei Cheyenne war damals auch Hopfen und Malz verloren. Da die alle Jubeljahre nur an die Leine mußte, ging das bei ihr gar nicht. Trotz üben auf Hundeplatz und überhaupt.
Bei Noelle hab ich vom ersten Tag an drauf geachtet. Beim kleinsten Ziehen kam ein "ähäh" und stehen bleiben. Das klappt gut muß ich sagen. Leider hab ich es mittlerweile dadurch versaut, dass sie in Jena, wo nicht überall Freilauf erlaubt ist, an der Flexi läuft. Tja. Aber ich hab gemerkt, wenn es nach den 8m am Geschirr ruckt, kommt sie postwendend zurück.
Aber ernste Stimme und Zwitschern, das klappt wirklich. Bei Noelle immer, auch bei Cheyenne schon. Und wenn ich sie noch so sehr angemault habe und sie beeindruckt waren, sobald ich wieder zwitschere, waren sie sofort wieder da. Kennst Du nicht den Spruch: Wenn - beim spielen und üben - die Nachbarn und andere Leute denken, Du bist verrückt geworden, dann machst Du es genau richtig :-))) Ich hab mir das angewöhnt, als wir Cheyenne damals geholt haben und jetzt ist es einfach drin bei mir.
Aber das mit der Leine ist wirklich nicht einfach, aber Du bist nicht die Einzige... Bin mal gespannt, ob wir es wieder hinkriegen - habe berechtigte Zweifel, vorallem, da ich mittlerweile ja auch nicht mehr "alleinerziehend" bin.

LG, Dany
Kommentar von Dixie | 15.01.2009
*schmunzel* Dixie wird bald 2 und die Leinenführigkeit ist das Einzige was ich momentan wircklich zu bemängeln hätte. Damit kann ich gut leben, außer bei Glatteis.
Ich kenne persönlich keinen Briard unter 3 der musterhaft an der Leine läuft, und später ist es meistens auch nicht musterhaft :-)

viele Grüße,
Diana
Kommentar von Emils Frauchen | 16.01.2009
Ich kann mich dumpf erinnern, dass meine Briardhündin so ab dem Alter von 12 Jahren war ganz toll an der Leine lief...
Man darf die Hoffnung nicht aufgeben. ;-)
LG
BB
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Mit Nele auf den Hund gekommen...

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