Eisiges
01.01.2009 15:36 von Anne-Kathrin Merz (4 Kommentare)
Nele ist gut über Silvester gekommen. Abseits der Party, als Gesellschafterin für Daheimgebliebene.
Und es hat alles prima geklappt. Ich habe einiges gelernt...
Das Wesentliche ist: lass dir nicht zu viel einreden von den "alten Hasen".
Es ist ja manchmal mit dem ersten Hund wie mit dem ersten Kind. Gutgemeinte Ratschläge, damit auch ungewollte Panikmache (so wie die Geschichte mit dem Silvester). Man wächst ja irgendwie mit seinen Aufgaben, insbesondere wächst man zusammen.
Es war also im Vorfeld so, dass mich einige fragten, wie ich mir das vorstelle an Silvester.
Ehrlichgesagt habe ich mir gar nichts vorgestellt. Ich war sogar richtig blauäugig, so fühlte ich mich zumindest.
Kann es sein, dass man einen Hund hat und sich über manches keine Gedanken macht?
Ich glaube ja, aber manchmal habe ich da so meine Zweifel und komme mir vor wie eine nachlässige Hundebesitzerin.
Ich bekam also gute Ratschläge.
Bachblütentropfen beispielsweise (von jemandem, der mich garantiert nicht kennt, sonst hätte er sich den Ratschlag gespart...)
Und so kame es wie es kommen musste: ich wurde einfach nachdenklicher. Ohne Bachblüten.
Dass Hund vollkommen unbeeindruckt war - oder zumindest soweit so gut cool, wenn auch etwas irritiert, genau das hatte ich mir vorgestellt, genau das ist auch passiert.
So passiert das immer mal wieder. Ich mache mir wenig Gedanken, dann aber kommt es ungewollt von außen und vor allem wird es immer irgendwie anders.
Ähnlich mit den Ratschlägen und mit dem besseren Wissen ging es mir dieser Tage, als Nele in den eiskalten Bach gesprungen ist. Mir wäre das ja zu kalt und ich mag es gar nicht, wenn meine Haare anfrieren. Aber wem es gefällt.
Im Gespräch mit mehreren Hundebesitzern dann ein Aufschrei: "Das dürfen Sie nicht! Der Hund kann Arthrose bekommen!".
Aha. Eine Blasenentzündung wäre für mich plausibler, naheliegender.
Was ich denn machen solle, frage ich zurück. Noch einmal der Aufschrei...
Was soll ich machen? Nele nur noch an der Leine? Immer ein Kuschelhandtuch dabei? Jeden Tag eine Predigt an meinen Hund?
Nele ist - ja genau: ein Hund. Und ich bin jetzt mal ganz pragmatisch und sage mir, dass ein Hund das auch irgendwie abkönnen muss. Ich kann ja nicht immer hinterher sein und ich muss Nele auch ein bisschen ihre Natur ausleben lassen.
Was nicht heißt, dass es mir egal ist, wenn sie krank wird. Aber ich kann das Risiko nur minimieren und ich muss es auch irgendwie in Kauf nehmen, um Hund eben Hund sein zu lassen.
Seit einigen Tagen geht Nele nicht mehr in den Bach. Der ist inzwischen an vielen Stellen zugefroren und die Temperaturen sind nochmal ein Stück nach unten gegangen, so dass es auch ihr langsam zu kalt wird, denke ich mal.
Etwas irritiert ist sie hingegen, dass man aus einem gefrorenen Tümpel nicht mehr trinken kann.
Ebenso irritiert ist Nele, wenn sie zufällig dann doch mal auf einer Eisplatte landet. Es gibt Hunde, die machen das Pfotenschlittern sehr elegant. Nele rutscht eher etwas ziellos herum und sucht das Weite.
Und es hat alles prima geklappt. Ich habe einiges gelernt...
Das Wesentliche ist: lass dir nicht zu viel einreden von den "alten Hasen".
Es ist ja manchmal mit dem ersten Hund wie mit dem ersten Kind. Gutgemeinte Ratschläge, damit auch ungewollte Panikmache (so wie die Geschichte mit dem Silvester). Man wächst ja irgendwie mit seinen Aufgaben, insbesondere wächst man zusammen.
Es war also im Vorfeld so, dass mich einige fragten, wie ich mir das vorstelle an Silvester.
Ehrlichgesagt habe ich mir gar nichts vorgestellt. Ich war sogar richtig blauäugig, so fühlte ich mich zumindest.
Kann es sein, dass man einen Hund hat und sich über manches keine Gedanken macht?
Ich glaube ja, aber manchmal habe ich da so meine Zweifel und komme mir vor wie eine nachlässige Hundebesitzerin.
Ich bekam also gute Ratschläge.
Bachblütentropfen beispielsweise (von jemandem, der mich garantiert nicht kennt, sonst hätte er sich den Ratschlag gespart...)
Und so kame es wie es kommen musste: ich wurde einfach nachdenklicher. Ohne Bachblüten.
Dass Hund vollkommen unbeeindruckt war - oder zumindest soweit so gut cool, wenn auch etwas irritiert, genau das hatte ich mir vorgestellt, genau das ist auch passiert.
So passiert das immer mal wieder. Ich mache mir wenig Gedanken, dann aber kommt es ungewollt von außen und vor allem wird es immer irgendwie anders.
Ähnlich mit den Ratschlägen und mit dem besseren Wissen ging es mir dieser Tage, als Nele in den eiskalten Bach gesprungen ist. Mir wäre das ja zu kalt und ich mag es gar nicht, wenn meine Haare anfrieren. Aber wem es gefällt.
Im Gespräch mit mehreren Hundebesitzern dann ein Aufschrei: "Das dürfen Sie nicht! Der Hund kann Arthrose bekommen!".
Aha. Eine Blasenentzündung wäre für mich plausibler, naheliegender.
Was ich denn machen solle, frage ich zurück. Noch einmal der Aufschrei...
Was soll ich machen? Nele nur noch an der Leine? Immer ein Kuschelhandtuch dabei? Jeden Tag eine Predigt an meinen Hund?
Nele ist - ja genau: ein Hund. Und ich bin jetzt mal ganz pragmatisch und sage mir, dass ein Hund das auch irgendwie abkönnen muss. Ich kann ja nicht immer hinterher sein und ich muss Nele auch ein bisschen ihre Natur ausleben lassen.
Was nicht heißt, dass es mir egal ist, wenn sie krank wird. Aber ich kann das Risiko nur minimieren und ich muss es auch irgendwie in Kauf nehmen, um Hund eben Hund sein zu lassen.
Seit einigen Tagen geht Nele nicht mehr in den Bach. Der ist inzwischen an vielen Stellen zugefroren und die Temperaturen sind nochmal ein Stück nach unten gegangen, so dass es auch ihr langsam zu kalt wird, denke ich mal.
Etwas irritiert ist sie hingegen, dass man aus einem gefrorenen Tümpel nicht mehr trinken kann.
Ebenso irritiert ist Nele, wenn sie zufällig dann doch mal auf einer Eisplatte landet. Es gibt Hunde, die machen das Pfotenschlittern sehr elegant. Nele rutscht eher etwas ziellos herum und sucht das Weite.


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LG
Mani, Marlis & Sally
lg,
diana
Ich hab das bei meiner letzten Hündin auch gaaaaanz locker gesehen...das erste Silvester hat sie auch wirklich cool überstanden. Beim zweiten Silvester wars dann aber gar nicht mehr so locker und beim dritten volle Panik. Danach 10 Jahre absolute Knallpanik, auch bei jedem anderen Knall übers Jahr. Jede Fehlzündung, jeder zerplatzte Luftballon, jeder Schuß übers Jahr führte zur Panik. Ich weiß sehr gut warum ich Silvester beim Hund mit großer Vorsicht angehe und bei mir garantiert kein Hund in dieser Nacht das Feuerwerk draussen erleben darf oder Silvester ohne mich überstehen muss. Es muss nicht bei jedem Hund zur Panik ausarten, aber die Möglichkeit ist da.
LG BB
Fatal wäre es nur, wenn ich mich nass und geeist hinterher nicht bewegen könnte/dürfte.
Wüffchen
Hoshi